The HUB – The Global Channel For Human Rights

By mirkonemiroslav

Viele von euch haben sich sicherlich schon gefragt, was wir eigentlich genau hier in New York machen, außer auf Konzerte zu gehen und schlechtes Bier zu trinken.

Diesen Wissensdurst soll dieser Artikel nun löschen und euch einen kleinen Einblick in unsere Arbeit bei Witness geben.

Witness wurde 1992 u.a. von dem Musiker Peter Gabriel gegründet. Das Ziel war es mit dem Einsatz von Videos für die Menschenrechte einzutreten und Aufmerksamkeit zu schaffen. Witness arbeitete und arbeitet auch heute noch mit Partnerarorganisationen und einzelnen Aktivisten auf der ganzen Welt zusammen, mittlerweile in über 70 Ländern.

Schwerpunkt der Arbeit sind das Bereitstellen von Videokameras, in zunehmendem Maße, da günstig und unauffällig auch von Flip-Cams. Weiterhin werden Schulungen vor Ort und auf Kongressen durchgeführt.

Hier im Brooklyn Office existieren außerdem zwei professionelle Avid-Schnittstudios, die u.a. auch füraufwändigere Filmproduktionen genutzt werde. Viele Filme liefen auf Festivals auf der ganzen Welt und haben Preise gewonnen.

[Achtung an die mitlesende Ü40 Generation: Die nächsten Absätze beinhalten viele webspezifische Begriffe...bitte auf die verlinkten Wörter klicken für mehr Informationen]

Das neueste Projekt ist THE HUB – The Global Channel For Human Rights. Hierbei handelt es sich um ein menschrechtsbezogenes Web 2.0 Portal, dass die Funktionen von Plattformen wie youtube, myspace, flickr und Co aufgreift und kombiniert. Die wichtigsten Funktionen umfassen u.a. das Hochladen und Angucken von Videos, Fotos und Audiodokumenten.

Weiterhin können Gruppen gegründet und Kampagnen gestartet werden. Sämtliche Daten können mit Tags versehen werden, auch Geo-Tagging ist als Funtkion implementiert. Für die Zukunft sind noch Funktionen wie z.B. User-Blogs und direkte Uploads vom Handy aus geplant.

Martin und ich sind sehr viel mit Videoschneiden beschäftigt. Hauptsächlich ahndelt es sich um Material der ausgeliehenen und nun wieder zurückgekommenen Flipcams. Da an den unmöglichsten Orten gefilmt wird, ist die Qualität oft mangelhaft und wir versuchen mit sämtlichen Filtern zu retten was zu retten ist.

Außerdem haben wir den Don-Quijote-ähnlichen Kampf um ein verbessertes Design und benutzerfreundliche Ergonomie aufgenommen. Denn sowohl von Design (What? Corporate Colors? I don’t like this expression, yoo know, we are not a company…), Sitemaps und Suchmaschinenoptimierung scheint hier noch kein Mensch was gehört zu haben.

Wie man bei einem Besuch des Hub leicht feststellen kann, sind noch eine Menge Bugs vorhanden, die von Martin in mühseliger Kleinarbeit erfasst und als Tickets für die Programmierer aufbereitet wurden.

Dazu kommt noch viel Kleinkram, d.h. kleinere Designaufgaben (ja, auch Photoshop ist hier ein weitgehend unbekanntes Wesen), Präsentationen, Unterstützung unserer Chefs im Tagesgeschäft usw.

Wie schon im New York ABC geschrieben geht es hier sehr gemütlich zu, und es gibt, nunja, ähm, einiges zu verbessern, um das mal ganz nett und vorsichtig auszudrücken. Wir haben uns auf jeden Fall schon einen guten Ruf erarbeitet, Probleme direkt anzusprechen und die Leute damit auch hartnäckig zu nerven…

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