Archiv für Mai 2008
Lazing on a sunny afternoon
29. Mai 2008Nachtrag: BBQ Bilder
28. Mai 2008BBQ & Funk
27. Mai 2008Wir waren heute Abend bei unserem ersten amerikanischen Barbecue. Unser Mitbewohner/Vermieter Kashan ist zur Zeit Housesitter in Manhattan für eine Bekannte und hat die Wohnung mit Garten (von ihm geschätzte monatliche Miete: 5000 Dollar) kurzerhand zur Partyarea erklärt.
Unseren „German Genetics“ folgend haben wir Brats und St. Pauli Girl mitgebracht. Während erstere ziemlich bescheiden waren, kann man sich mit dem Hamburger Mädel tatsächlich anfreunden, insbesondere gut gekühlt (man vermeide an dieser Stelle den Terminus frigide, die Amerikaner sind stets aus dem Häuschen, wenn man ihnen von St. Pauli erzählt).
Auf jeden Fall endete das BBQ in einer Jam-Session mit Gesang & Backround, zwei Gitarren, Klavier, Kontrabass und Saxophon…that’s New York, Baby!!
Eine andere Sache, die mein Herz zu einem saftigen Steak weitet (wie der gute alte Helge sagen würde): Ich habe heute tatsächlich Karten für ein Konzert der Funky Meters im B.B. King Blues Club ergattert. Für Nicht-Eingeweihte: Die Meters gehören mit zu den Begründern des Funk und für 34 Dollar (ca. vier Euro fuffzich) diese genialen Funk-Opas zu sehen ist einfach nur der Oberhammer. Ich werde dann spätestens Samstag berichten.
Fotos und evt. auch ein Video von heute gibt es morgen, jetzt ruft erstmal die Heia, schließlich heißt es in acht Stunden schon wieder ARBEITEN.
Augenfutter
25. Mai 2008„I want to ride my Bicycle…
23. Mai 2008…I want to ride my bike“ hat schon Freddie Mercury damals vor 30 Jahren gesungen. Über die Musik lässt sich streiten, aber inhaltlich hat der Mann natürlich recht.
Somit haben wir investiert und zählen uns mit unseren neuen alten Rennrädern jetzt seit drei Tagen zur New Yorker Fahrrad-Elite. Jenem verwegenen Menschenschlag, der mit einem spöttischem Lächeln den Blechlawinen, den Schlaglöchern und Scherben und den roten Ampeln trotzt. Mit einer Mischung aus High-Speed-trunkener Todesverachtung und ständiger Bremsbereitschaft erreicht man schneller und durch die ausgeschütteten körpereigenen Drogen auch wesentlich freudiger das Ziel als alle anderen Verkehrsteilnehmer.
Heute wollten wir unseren Drahteseln mal richtig die Sporen geben und zu Trader Joe’s nach Manhattan fahren. Da jedoch eine gewisse Person, nennen wir sie aus Datenschutzgründen Herr B. aus L., in Besitz der Straßenkarte ohne sich umzudrehen wie von der Tarantel gestochen losstob, und ich dann doch teilweise an meinem Leben hänge, trennten sich unsere Wege schon vor der Brückenüberfahrt.
Somit hatte ich Gelegenheit, in Ruhe den Sonnenuntergang zu genießen und Photos von der Brooklyn Bridge und der Manhattan Bridge zu machen.
Brooklyn Bridge mit Feuerwehrbooten:
Links unten zu erkennen: Touristen, auf die man von der Brücke aus besonders gut verächtlich herabschauen kann:
Die Freiheitsstatue, durch die Stahlseile der Brooklyn Bridge hindurchfotografiert:
Manhattan Bridge:
New Yorker Kontraste: Einige der billigsten und der teuersten Wohnungen auf einem Bild vereint:
Tribut eines multinationalen Konzerns an die asiatische Kultur in China-Town (außerdem im Bild versteckt: ein großer deutscher Mobilfunkanbieter):
Der Autor mit seinem geliebten Ross:
How are you doing?
21. Mai 2008Über was redet man mit einer flüchtigen Bekanntschaft im Fahrstuhl? Man weiß nur das man dem Gegenüber schonmal vorgestellt wurde und eigentlich seinen Namen kennen müsste. Amerikaner haben in solchen Situationen ein großes Problem einfach nur „Hallo“ zu sagen und dann die nächsten sechs Stockwerke die Klappe zu halten – sie können das Schweigen nicht ertragen und beginnen Smalltalk. Das ganze läuft dann ungefähr so ab:
Moi: Good Morning.
Gegenüber: Hey, how are you doing?
Moi: I´m good, thank you. How are you?
Gegenüber: Good. Thank you.
Kurzes Schweigen, jetzt weiß man ja das es dem jeweils anderen gut geht. (übrigens muss man immer „good“ oder „fine“ antworten, alles andere ist unzulässig – denn es ist nicht im Interesse des Fragenden zu erfahren, wie das Befinden ist, sondern einfach nur das Schweigen zu überbrücken, was daran liegt, dass man sich für andere Fragen nicht gut genug kennt.)
Gegenüber: How is work going?
Moi: Good.
Gegenüber: How is it going?
Moi: (Was auch immer sie mit „it“ meint) Good.
Gegenüber: How are things?
Moi: Fine. Except the weather. (ha, die Kurve nochmal gekriegt, jetzt können wir übers Wetter reden, olé)
Gegenüber: Yeah, the weather is really bad. So…how are you?
Moi: Good. Thank you. (schön das sie so besorgt um mein Befinden ist, dass sie gleich zweimal fragt)
Endlich kommt der Fahrstuhl an und ich bin erlöst. Interessanterweise traf ich die selbe Person ein paar Stunden später nochmal im Fahrstuhl und wir führten exakt die selbe Konversation.
Die „how are you“ – Konversation, die noch um einige weitere Phrasen erweitert werden kann, führt man ziemlich oft am Tag. Dabei scheint es eine bestimmte Dauer zu geben, nach der man wieder fragen muss. Wenn unser „Chef“ so ungefähr 60 Minuten nicht mit uns geredet hat, dann ist ein „how are you doing?“ schon fast obligatorisch. Nach einem ganzen Vormittag ohne Beisammensein, müssen es dann schon 3 Fragen nach dem Befinden sein (howareyou, howarethings, howisitgoing, what’s up).
Wie man liest, war unser Dienstag nicht allzu ereignisreich, sonst hätte ich über was anderes geschrieben, als amerikanische Umgangsgepflogenheiten, vielleicht darüber das wir seit heute stolze Fahrradbesitzer sind, oder das die Drehbuchphase unserers ersten Blogmovies (wird quasi ein Blogbuster) läuft…aber naja…tuesday sucks.
Montagsmusik…
19. Mai 2008
Manhattan
18. Mai 2008Auf dem weg zum Gym hat man an einer Haltestelle einen sehr schönen Ausblick auf Manhattan. Mit Hilfe von Photoshop und mehreren Einzelbilder habe ich mal versucht, dieses Panorama für euch zu konservieren:
Bitte auf das Bild klicken für eine Großansicht.
An dieser Stelle sei auch allen Firefox-Usern das kostenlose Image-Zoom Add-On empfohlen. Damit kann man stufenlos in Bilder hinein- und herauszoomen.
Milk from REAL Cows
18. Mai 2008Mitbewohner aka Roomies…
18. Mai 2008Heute moechte ich mal unsere derzeitigen Mitbewohner vorstellen. Im Moment sind wir sieben junge Maenner, die wohl unterschiedlicher nicht sein koennten. Das sind die anderen Fuenf:
Name: Kashan
Heimat: Irgendein „smallass town“ in Kentucky
Beruf: im Zweifelsfall Saenger – sein Geld verdient er aber indem er die Zimmer im Apartment zu sehr hohen Preisen vermietet und selbst auf der Couch schlaeft.
Besonderheiten: Gehoert zwei Minderheiten auf einmal an. (wer rauskriegt welche, bekommt ein handgemalte Postkarte). Schaut jeden Morgen „The Golden Girls„
Bevorzugter naechster US-Praesident: Barack Obama
Name: Francis
Heimat: Hawaii
Beruf: Informatikstudent, der wahrscheinlich alle seine Komilitonen in die Tasche steckt.
Besonderheiten: Kann besser kochen als Tim Maelzer.
Bevorzugter naechster US-Praesident: Hillary Clinton.
Name: Michael
Heimat: Man weiss es nicht.
Beruf: Künstler
Arbeitsproben unter: http://www.michaelslatky.com
Besonderheiten: Man schaue sich seine Bilder an. Der einzig wahre Rock’n'Roller der WG.
Name: Duszty
Heimat: Eine Farm in Lousiana, mit sehr vielen Alligatoren (they are really tasty)
Beruf: Choreograf und Tänzer in Musikvideos und demnaechst auch in Broadway Musicals.
Besonderheiten: Hat schonmal aus seinem Zimmer im Ranchhaus heraus ein Reh erlegt. Mit 12.
Bevorzugter naechster US-Praesident: John McCain.
Name: Man weiss es nicht.
Heimat: Seattle, Washington.
Beruf: Will jetzt sein Business aufbauen. Erst ‘nen Bioladen, danach einen Mobilfunkkonzern (“weil man da nicht soviel braucht um anzufangen“) und dann einen multinationalen Konzern der alle kapitalistisch gefuehrten Konzerne aufkauft und die Profite den Armen zufuehrt. Wir wuenschen gutes Gelingen!
Besonderheiten: Ist Frutarier, isst also nur rohes Obst und Gemuese. Macht das um irgendwie die Energie in seinem Blut zu fuehlen und sich selbst zu reinigen – das Endziel ist ein Zustand des dauerhaften Orgasmus (wer naeheres wissen moechte: Er erklaert es gerne und ausfuehrlich und gibt auch nuetzliche Literaturhinweise).
Bevorzugter naechster US-Praesident: Barack Obama.
Edit: Auch wenn dieser Eintrag unter meinem Namen gepostet wurde: Er wurde zu 99% von Martin verfasst




























